Die Kunst des Zuhörens

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Wir erwischen uns in Gesprächen oft dabei, dass wir lieber sprechen als zuhören. Das liegt nicht an unserer Eitelkeit und Ignoranz, sondern viel mehr daran, dass wir beim Erzählen unsere Gedanken ordnen, uns selbst besser verstehen und so Neues über uns lernen können.
Auch die Erzählungen anderer Menschen könnten uns helfen, Neues über uns zu erfahren – ganz so, wie es uns beim Lesen eines guten Buches passiert – wäre da nicht ein Problem: Unsere Gesprächspartner sind oft quälend langweilige Erzähler. Sie verlieren sich in unwichtigen Details, sie sind nicht in der Lage oder trauen sich nicht, uns einen Einblick in ihre Emotionen zu gewähren und sie schaffen es nicht, eine Geschichte stringent zu erzählen, ohne abzuschweifen.
Ist uns aber einmal bewusst, was Geschichten langweilig macht, können wir unserem Gegenüber auch dabei helfen, sie interessanter zu erzählen. Wir können aktiv nach den Aspekten fragen, die bedeutsam sind. Wir können fragen, wie genau sich etwas angefühlt hat und bekommen auch eine ehrliche Antwort, wenn wir unserem Gesprächspartner das Gefühl geben, dass wir ihn nicht verurteilen. So wird gutes Zuhören von einem noblen und naiven Vorsatz, zu einer aufregenden und aufschlussreichen Tätigkeit.

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